Unsere Jungs werden erwachsen

Unser Besuch im Januar 2020

Benard und James begeben sich auf den Weg in das letzte Grundschuljahr, die achte Klasse – das ist sowohl spannend für die beiden, als auch für uns. Am Ende des Jahres 2020 müssen die beiden einen Test schreiben. Daraufhin erfolgt durch das Ministerium für Bildung die Einteilung in die weiterführende Schule für die nächsten vier Jahre. Ob diese ein Internat (boarding school) oder eine Ganztagesschule (Day school) ist und auf welche Schule genau die Kinder zugeteilt werden, bleibt noch offen.

Dieser bevorstehende Übergang lässt auch die Jungen nicht kalt. James ist sehr stolz auf sich, die achte Klasse erreicht zu haben und somit einer der Ältesten zu sein. Dass er in der letzten Stufe ist erkennt man auch an seiner neuen Uniform, die sich von den anderen Uniformen abhebt.

Er fühlt sich dadurch einer besonderen Gruppe zugehörig, was ihm ein schönes Gefühl vermittelt. Auch versucht er, Gelerntes aus den Sitzungen mit seinem Psychologen auch in der Schule umzusetzen. Dreimal wöchentlicht trifft er sich mit diesem, um vor allem für potentielle Konfliktsituationen vorbereitet zu sein und diese bewältigen zu können. Um auch den Übergang in die nächste Schule, der viele Veränderungen mit sich bringt, erfolgreich zu meistern, werden James sowie auch Benard fortlaufend von ihren Psychologen Unterstützung erhalten. Dass James zu Hause wohnen kann, erfreut ihn und seine Familie immer noch sehr. Er unterstützt diese stets wo er anpacken kann – ohne auch nur einen Augenblick zu zögern.

Benard befindet sich genau in der selben Situation wie James und fühlt sich ähnlich. Auch er ist stolz, ein Kandidat für die weiterführende Schule zu sein und besondere Anerkennung zugesprochen zu bekommen. Damit einhergehend betont er, ehrgeizig und fleißig in der Schule zu sein, um seine Träume zu erreichen. Dadurch, dass er bereits eine schwierige und sehr harte Lebenssituation bewältigt hat, stellt er für viele seiner Mitschüler/-innen ein Vorbild dar und steht für das Motto: „Gib niemals auf“. Seine Entwicklung ist sehr lobenswert und begeistert all seine Mitstreiter, seine Eltern und hakika. Benard bedankt sich jedes Mal bei Felix dafür, dass wir als hakika ihm seinen Traum von Schulbildung erfüllt haben und ihm eine Chance gegeben zu haben, eigener Schmied seiner Zukunft zu werden.

Nicht nur in der Schule läuft es bei Benard mehr als rund. Auch zu Hause geht er in seinen Elementen auf und arbeitet ehrgeizig an seinem Leben. So legte er bei sich zu Hause ein kleines Beet an und pflanzte Süßkartoffeln, worauf er sehr stolz ist. Auch ist er sehr darauf bedacht, die Tipps seiner Sitzungen mit dem Psychologen im sozialen Umfeld wie z.B. in der Familie anzuwenden, nicht zuletzt, um Konflikten vorzubeugen. So probiert er, eine zufriedenstellende Eltern-Kind-Kommunikation herzustellen. Aus seiner Familie gibt es noch positive Nachrichten zu verkünden. Nachdem Ben´s Vater das Alkoholbusiness aufgrund der negativen Auswirkungen auf das Familienleben aufgab, fand er kürzlich einen Job als Security Guard und bringt alle drei Tage 200 Bob mit nach Hause. Somit sind zumindest die Mahlzeiten aller Familienmitglieder abgesichert.

Auch bei Kennedy läuft es rund. Er ist fröhlich darüber, ein Siebtklässler zu sein – und kämpft dafür, seine Träume erreichen zu können. Kennedy hält seine sozialen Kontakte aufrecht und gerät fast nie in Konflikte – weder in der Schule, noch zu Hause. Sein psychologischer Berater berichtet, dass Kennedy durch die Therapiestunden mentale Stabilität erreicht hat. Nicht nur diese Sitzungen fördern sein Wohlbefinden und sein Selbstbewusstsein – Kennedy erfreut sich auch immer sehr an Felix´s Besuch. Da Felix für ihn eine sehr vertrauensvolle und wichtige Bezugsperson ist, fühlt er sich bei ihm wohl und öffnet sich ihm gegenüber.

Zu erwähnen bleibt, dass die drei Jungen jetzt auch glücklicherweise durch eine Krankenversicherung im Krankheitsfall abgesichert sind. So war Kennedy zuletzt eine Woche krank und konnte so ohne Probleme im Krankenhaus versorgt werden.

Die positiven Entwicklungen der Jungen erfüllen nicht nur sie, sondern auch uns mit Stolz. Sie wachsen langsam aber sicher in ihr Leben und fangen an, Verantwortung zu übernehmen. Die finanzielle Unterstützung des Vereins hakika n.e.V. kommt an, wo sie ankommen soll – und zeigt nachhaltig Wirkung.